Acht (einhalb) vegane Lieblingsorte die Du auf dem Jakobsweg nicht verpassen solltest

Vegan geht nicht? Gibt’s nicht 🙂

Advertisements

Wie jetzt gings nicht gerade noch um Bloggeburtstag, PCT und so? Dani was ist das für 1 Logik vong Sortierung her!? Gemach gemach lieber Freund und Freundin, dieser Artikel MUSS das Licht der Welt erblicken bevor die nächsten Wochen hier auf dem Blog der Wilde Westen einziehen wird! 

Heute gibt’s also noch mal schön was zwischen die Zähne, an jedem Einzelnen der folgenden Orte auf dem Camino Frances sorgten während meiner Reise bezaubernde Menschen dafür, dass ich auf dem Jakobsweg (sehr knapp) dem Hungertod entkam, dazu sind einige ganz wunderbare Herbergen darunter- himmlische Träume nicht nur für Pflanzenfresser garantiert! 😉

1. Das Cafe Los Andantes

Lugo, direkt rechts am Weg kurz hinter dem 100km-Stein, Tripadvisor

Dieser herzallerliebste Ort wurde vor ein paar von einem jungen Pärchen eröffnet, von dessen Liebesgeschichte ich bereits auf Facebook berichtete. Als ich eintrat, spielte Patrick gerade ein Stück auf seinem Klavier, ich aß wenig später den besten veganen Brownies meines Lebens und ich glaube wir hätten noch stundenlang quatschen können… Weiterhin gab es vegetarische Pizza (die öfter auch mit veganem Hefeschmelz angeboten wird), Burger, Salate und Sandwiches… Ich hoffe ganz viele Menschen haben die kleine Familie diesen Sommer noch besucht damit sie mit ihrem Traum vom eigenen Cafe am Camino (und vielleicht auch bald vegetarischer Herberge) noch viel Erfolg haben werden!


2. Die Herberge Albergue Verde

ca. 200m abseits vom Weg in Hospital de Orbigo, Facebook

Diese Herberge ist kaum mehr ein Geheimtipp, erntete ich doch Unmengen von entrückten Blicken sobald Gespräche am Camino auf diese Oase fielen… ein großes, helles, buddhistisch ausgebautes Bauernhaus inmitten einer Mischung aus Garten, Liegewiese und Gemüsebeet, für 9 Euro wird man in königliche Gemächer gebettet und kann abends sogar an einer kostenlosen Yoga-Stunde teilnehmen… klingt traumhaft? Ist es auch! Abends wird gegen eine Spende mit Zutaten aus dem eigenen Garten ein veganes Menü kredenzt bei dem spätestens nach dem Dessert wirklich jede/r glücklich ins Bett rollt. Ich habe immernoch das Lied im Kopf, welches die Herbergsfamilie vor dem Essen gesungen hat… Und den baskischen Sänger, der Abends auf der Terrasse zu den magischen Klängen seiner Gitarre die Sonne in den Schlaf begleitete 😉

3. Das Cafe „O Xardin de Sonos“ in Santiago

300m vor Erreichen der Kathedrale direkt links am Weg, Facebook 

Kurz vor dem Höhepunkt und Ziel der Reise bietet sich hier die Möglichkeit, im Laden seine veganen Vorräte aufzustocken oder im superschön eingerichteten Cafe verschiedene Leckereien zu genießen. Ich habe mir an dem Tag ein Stück Schokokuchen einpacken lassen und zur Feier der Ankunft direkt auf dem Vorplatz der Kathedrale gemampft, ein Traum und guter Ersatz zur „Tarte de Santiago“, die den Pilgern überall in der Stadt angeboten wird!

4. Herberge und Cafe „El Refugio Vegetariano“

im Dörfchen „Vega de Valcarce“ vor O’Cebreiro, kurz nach der deutschen Herberge „La Faba“, Info

Leider ließ es meine Etappenplanung nicht zu dass ich in dieser Herberge übernachtete… die freundliche Herbergsmutter bereitete jedoch extra für mich ein veganes Frühstück zu, welches am Weg wohl seinesgleichen sucht! Dazu gab es frisch gepressten Wassermelonen- und Orangensaft mit frischer Minze. Es wird ganz viel selbstgekochtes und gebackenes vegetarisches Essen und abends auch ein Pilgermenü angeboten, auf Nachfrage ist auch vegan kein Problem. Auf der sonnigen Terasse genoss ich die Sonne bevor es an den Aufstieg zum Gipfel des O’Cebreiro ging, auf dem Blog berichtete ich hier und hier von diesen ereignisreichen Tagen!

5. Bistro und Supermarkt „Eco Espazio Vitriol“

Sarria Innenstadt, Facebook

Hier hatte ich auf meiner Reise bereits davon berichtet, dieser Laden lässt keine Wünsche offen! In der Stadt in der sich mehrere Caminos vereinen bietet das Cafe die Möglichkeit, sich vom Trubel der Stadt zu erholen und unglaublich leckere, selbst zubereitete und täglich wechselnde Speisen der Region zu genießen, komplett aus ökologischem Anbau und größtenteils vegan! Dazu gibt es im Shop lokale Produkte, viele vegane Käse, Aufstriche, Tofus, Schokoladen, Kuchen, Kekse… dieser Ort ist ein absolutes Muss! Und scheinbar auch ein Treffpunkt der lokalen alternativen Szene, ich hab ganz viele bunte „Sarrianer“ gesehen die auf ein Käffchen vorbei kamen…sympathisch! 🙂

6. Donativo-Herbergen

Es gibt einige, meist kirchliche, auf Spendenbasis betriebene Herbergen am Weg. In einigen wird zusätzlich zur Übernachtung sogar auch noch ein Abendessen und/oder Frühstück angeboten…meist sind die Gerichte sehr fleischlastig und nicht immer haben die Betreiber dabei noch Lust auf ExtraVürste (höhö), doch ich möchte zwei Herbergen erwähnen in welchen ich auch als Veganerin super warmherzig empfangen wurde!

Albergue Parochial in Granon: eine DER Herbergen und magischsten Orte des Camino Frances. Ich möchte hierzu gar nichts groß schreiben, nur so viel: egal was Du auf Deinem Camino tust, stelle sicher, dass Du in dieser Herberge übernachtest!! Info

Albergue Parroquial Casa Rectoral: dieses in Bercianos del Real Camino (ja, nicht nur die Deutschen können komplizierte Namen) gelegene alte Kloster nimmt jede/n auf, der/die ein Plätzchen zum Schlafen sucht, hierfür stehen mehrere Räume und zusätzlich extra Matratzen bereit. Bei meiner Ankunft wurde ich aus irgendeinem Grund direkt im zweiten Satz gefragt ob ich ‚vegetariano‘ bin, keine Ahnung wieso^^ Abends durften (mussten) wir im Speisesaal gemeinsam Lieder singen, bevor es leckere Bohnen-Kartoffelsuppe mit und ohne Fleischeinlage gab.  Info

7. Herberge Monte Irago 

Foncebadon, direkt links am Weg. Facebook

Hoch in den Bergen habe ich hier wunderbaren selbst gekochten Chai mit Sojamilch geschlürft und vom Garten aus ins weite Tal geschaut, abends gab es ein Feuer im Garten und die Luft an diesem Ort war so unglaublich klar… abends wurde ein veganes Pilgermenü angeboten, in der Herberge befindet sich weiterhin ein kleiner Laden mit veganer Schokolade, Obst und Snacks. (Kleiner Tipp am Rande: im ähnlich winzigen Laden ein paar Meter weiter gibt es leckere, saftige Medjooldatteln zum selber abfüllen, ein Traum von Wegverpflegung!)

8. Herberge El Serbal y la Luna

Pieros, kurz hinter Cacabelos in der Provinz Leon,  Facebook

Alle Orte auf dieser Liste sind toll, doch hier habe ich mein Herz verloren. Nicht nur blieb ich spontan drei Nächte, sondern ziehe auch ernsthaft in Erwägung, wiederzukommen und als Freiwillige hier selber für eine Zeit Pilger zu empfangen- so sehr fühlte ich mich an diesem Ort zuhause. Die Herberge ist ein urgemütliches, altes Häuschen aus Holz und Stein, aus meinem Bett konnte ich durch das Dachfenster direkt in die Sterne gucken und das Essen war das Beste, was mir auf dem Weg begegnet ist. Die Gastgeberin Lou ist eigentlich Profiköchin aus England, jeden Tag gibt es tolle Gerichte zum Frühstück, Lunch und Abendessen, dazu gibt es z.B. Massagen oder Yoga auf Spendenbasis, je nachdem aus was für Menschen sich die Herbergsfamilie gerade zusammensetzt. Solltest Du hier vorbeikommen drück bitte Lou ganz lieb von mir! Vielleicht entdeckst Du sogar mein für sie gemaltes Bild 🙂

Das waren meine persönlichen veganen Lieblingsorte aus sieben Wochen Camino Frances, es gab viele weitere, dazu stellen sich jeden Tag weitere Cafes und Restaurants auf die sich verändernden Bedürfnisse der Menschen ein und das ist toll!

Ein alternativer Pilgerführer oder wenigstens ein kleines Heftchen mit allen veganen und vegetarischen Adressen ist längst überfällig, wenn jemand diesen zusammen mit mir realisieren möchte, los geht’s! Es wird Zeit mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass der Camino in vegan nicht zu realisieren ist💪

Hast Du weitere vegetarische oder vegane Lieblingsorte? Immer rein in die Kommentare 😻🍌🌿

Autor: ichbindani

freies köpfchen, wild, bunt, vegan. neben der spur und doch auf einem guten weg

2 Kommentare zu „Acht (einhalb) vegane Lieblingsorte die Du auf dem Jakobsweg nicht verpassen solltest“

  1. Super, Dani. Das ist auch ´ne gute Idee, den Reiseführer zu schreiben. Mach das! Wenn du das (mit)schreibst, wird es eine lehrreiche und auch unterhaltsame Lektüre. 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s